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HeFDI – Hessian Research Data Infrastructures

Symbolbild
Forschungsprojekt
Forschungsdatenmanagement

HeFDI

Die Landesinitiative HeFDI unterstützt hessische Hochschulen beim professionellen Umgang mit digitalen Forschungsdaten. Mit Beratungsstellen, Repositorien und Weiterbildungsformaten etabliert sie nachhaltige Standards für Forschungsdatenmanagement und fördert Vernetzung in der FDM-Community.

Projektleitung:Prof. Dr. Stefan Schmunk
Projektteam:Tim Bender, Stephanie Werner
Dauer:01/2016 bis 12/2025
Förderer:Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK)

 

Die zunehmende Digitalisierung in der Forschung führt zu einem starken Anstieg digitaler Forschungsdaten und erweitert gleichzeitig die Möglichkeiten ihrer Analyse. Damit diese Daten langfristig verfügbar, zugänglich und reproduzierbar bleiben, braucht es verantwortungsvolle Strukturen und Prozesse über den gesamten Datenlebenszyklus hinweg. Die Landesinitiative HeFDI – Hessian Research Data Infrastructures adressiert diesen Bedarf durch den Aufbau und die Weiterentwicklung von Forschungsdateninfrastrukturen an hessischen Hochschulen. Sie wurde 2016 unter der Federführung der Philipps-Universität Marburg ins Leben gerufen und umfasst mittlerweile elf Hochschulen.

Projektverlauf

HeFDI unterstützt Forschende mit technischen Infrastrukturen wie Repositorien sowie mit Beratungsangeboten und Schulungsmaßnahmen zum Forschungsdatenmanagement (FDM). Ziel ist es, organisatorische und technologische Prozesse zur Etablierung eines nachhaltigen FDM an den beteiligten Hochschulen zu initiieren und zu koordinieren.

Die Initiative arbeitet eng mit bundesweiten und internationalen Netzwerken zusammen. Sie ist aktiver Bestandteil der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und ihrer Konsortien. Darüber hinaus pflegt HeFDI Kooperationen mit anderen Landesinitiativen und betreibt intensiven Austausch mit Partnern wie dem EUt+. Ein wichtiger Beitrag zur FDM-Community ist die Beteiligung an der Plattform forschungsdaten.info.
 

Ziel

HeFDI verfolgt das Ziel, FDM nachhaltig an den hessischen Hochschulen zu verankern und Forschende in allen Phasen des Forschungsprozesses professionell zu unterstützen. Dies geschieht durch die Bereitstellung von technologischen Lösungen, ein breites Schulungs- und Beratungsangebot sowie die Entwicklung gemeinsamer Standards und Konzepte zur Qualitätssicherung von Forschungsdaten. 

Ergebnisse

HeFDI startete im Jahr 2016 als gemeinsame Initiative der hessischen Hochschulen, aufbauend auf einem Pilotprojekt und zahlreichen lokalen Initiativen. Seitdem konnte die Landesinitiative zahlreiche Erfolge verbuchen und ein breites Angebot für Forschende aufbauen.

Im Rahmen des hessischen Digitalpaktes wurde HeFDI in einer zweiten Förderphase bis zum 31.12.2025 bewilligt.

  • Zwischen 2014 und 2018 haben zehn der HeFDI-Hochschulen Richtlinien zum Forschungsdatenmanagement verabschiedet.
  • Alle Hochschulen haben lokale Servicestellen für Forschungsdaten eingerichtet, die Beratung, Expertise, Schulung und Unterstützung anbieten.
  • Alle beteiligten Hochschulen bieten bedarfsorientierte Schulungen für Studierende, Doktoranden und Wissenschaftler zu relevanten Themen des Forschungsdatenmanagements an.
  • Im Bereich der Ausbildung und Datenkompetenz konnten die HeFDI-Hochschulen mit der Gewinnung von Fördermitteln und der Umsetzung des Verbundprojekts FOKUS ebenfalls bemerkenswerte Erfolge erzielen. Darüber hinaus gingen zwei von fünf Spitzenpreisen im bundesweiten Wettbewerb “Wissenschaft im Digitalen Wandel” an HeFDI-Hochschulen (TRUST und RDM im Maschinenbau).
  • Einen umfassenden Beratungsservice für Wissenschaftler. Dies gilt sowohl für die Beratung zum Forschungsdatenmanagement bei Drittmittelanträgen als auch für laufende Forschungsprojekte im aktiven Datenmanagement. 2019 wurden über 300 Beratungen an den Verbundhochschulen durchgeführt.
  • Alle beteiligten Hochschulen bieten institutionelle Forschungsdatenrepositorien an, die nach dem Betriebskonzept für die Repositorienlösung im HeFDI-Verbund zur Verfügung gestellt werden.
  • Die lokalen Servicestellen für Forschungsdaten bieten im Rahmen ihrer Beratungsleistungen grundlegende Informationen zu rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit Forschungsdaten.
  • Um die Mitglieder der HeFDI-Hochschulen zu unterstützen, haben die HeFDI-Hochschulen eine effiziente und kooperative Lösung für das unterstützende Tool Research Data Management Organiser (RDMO) eingerichtet.
  • Im Jahr 2018 haben die HeFDI-Hochschulen gemeinsam ein Gesamtkonzept für die aktuelle Stabilisierungsphase entwickelt, das vom Ausschuss für wissenschaftliche Bibliotheken und Infrastrukturen der DFG positiv gewürdigt wurde.
  • Seit 2020 finden kollaborativ erarbeitete und umgesetzte Weiterbildungsangebote im Rahmen der HeFDI Data School statt. Die HeFDI Data School wird in einem Online-Format umgesetzt und deckt ein breites Spektrum an einführenden Themen des FDM ab.
  • Basierend auf den Erfahungen des FOKUS-Projekts und einem eLearning-Kurs der RWTH Aachen wurde die HeFDI Selbstlerneinheit entwickelt und als Open Educational Resource publiziert.
  • Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden HeFDI Data Talks, einem 1-stündigem Vortragsformat mit anschließender Diskussion, wird zusätzlich ein breiteres Spektrum an aktuellen FDM-Themen behandelt.
  • Das aus HeFDI heraus initiierte Satellitenprojekt HeFDI-ELN-Service entwickelt und pilotiert an drei HeFDI-Standorten einen elektronischen Laborbuch-Service (ELN), der im Anschluss hessenweit als föderierter Dienst angeboten wird.