Making Meaning Making Change.
Making Meaning Making Change. Strategic Communication as Enabling Practice in Multi-Stakeholder Initiatives for Sustainability Transformation
Die Dissertation untersucht die Rolle von strategischer Kommunikation in gesellschaftlichen Transformationsprozessen, mit besonderem Fokus auf die Entstehung und Gestaltung von Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Akteuren.
| Promovierende: | Teresa Otsa |
| Betreuende: | Prof. Dr. Thomas Pleil, Prof. Dr. Pia Sue Helferich |
| Dauer: | 10/2023 bis 09/2026 |
| Beteiligte Institutionen: | Munster Technological University |
Nachhaltige Transformation beschreibt einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel, in dem bestehende Institutionen, Werte und Praktiken im Angesicht ökologischer und sozialer Krisen neu ausgerichtet werden. Diese umfassende Neugestaltung bleibt jedoch abstrakt, solange sie nicht in konkreten sozialen Prozessen verankert wird.
Multi-Stakeholder-Settings (MSI) sind temporäre Konstellationen und stehen exemplarisch für solche konkreten sozialen Prozesse. MSI sind Begegnungskontexte für Akteur*innen aus bspw. Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Das bringt mit sich dass in diesen Settings unterschiedliche Interessen, Wissensbestände und institutionelle Logiken aufeinander treffen. MSI spannen Arenen auf, in denen Zukunftsvorstellungen, Werte und Lösungsansätze zur Sprache kommen, aktiv verhandelt und neue Praktiken erprobt werden.
Forschungsfrage
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie solche Aushandlungsprozesse kommunikativ ermöglicht werden können: Wie kann es gelingen, unterschiedliche Perspektiven anschlussfähig zu machen, Spannungen produktiv zu verhandeln und damit nachhaltige Transformation nicht nur zu diskutieren, sondern praktisch mitzugestalten? Deshalb lautet die zentrale Forschungsfrage: Wie können strategische Kommunikationspraktiken Aushandlungsprozesse in Multi-Stakeholder-Settings so gestalten, dass sie zur nachhaltigen Transformation beitragen?
Methodik und Ziel
Um diese Frage zu beantworten, verfolgt die Studie eine prozessorientierte Perspektive wobei im Zentrum die kommunikativen Dynamiken stehen, durch die über Zeit hinweg Bedeutungen, Verständigung und Orientierung entstehen.
Dafür wird ein qualitativ-interpretatives Forschungsdesign auf Basis der Grounded Theory Methodologie gewählt. In einem ersten Schritt werden Multi-Stakeholder-Initiativen qualitativ untersucht. Ziel ist es, kommunikative Praktiken in Aushandlungsprozessen systematisch zu rekonstruieren. Im zweiten Schritt werden die empirischen Erkenntnisse in einem praxisorientierten Format aufbereitet um anschließen kommunikationsbezogene Orientierung für die Gestaltung nachhaltiger Transformationsprozesse zu bieten.
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