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Anna Kuschezki erhält Förderpreis Journalismusforschung 2026

Anna Kuschezki erhält den DGPuK-Foerderpreis für Journalismusforschung
Forschung Onlinejournalismus

Anna Kuschezki wurde im September 2026 mit dem Förderpreis Journalismusforschung ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Tagung der Fachgruppe Journalistik/Journalismusforschung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) statt. Ihr Forschungsprojekt überzeugte die Jury mit „der hohen Relevanz des Themas“ sowie einem klaren Konzept und methodischen Vorgehen.

Anna Kuschezki ist Doktorandin am Institut für Kommunikation und Medien (ikum) der Hochschule Darmstadt (h_da) und lehrt im Studiengang Onlinejournalismus. Ihre Promotion erfolgt kooperativ mit der Bauhaus-Universität Weimar. An der h_da wird sie von Prof. Dr. Henriette Heidbrink am Fachbereich Media betreut.

Das ausgezeichnete Projekt „Organisationale Entscheidungs- und Implementierungsprozesse im Umgang mit digitaler Gewalt gegen Journalist*innen“ ist Bestandteil ihrer Dissertation. Es untersucht, wie Medienhäuser in Deutschland Schutzmaßnahmen gegen digitale Gewalt entwickeln, einführen und dauerhaft in ihren Organisationen verankern. Im Mittelpunkt stehen die Faktoren, die Entscheidungen für oder gegen bestimmte Maßnahmen beeinflussen, sowie Herausforderungen bei deren Umsetzung. Zudem untersucht Kuschezki, wie genderspezifische Formen digitaler Gewalt berücksichtigt werden. Dafür führt sie Leitfadeninterviews mit Verantwortlichen aus privaten und öffentlich-rechtlichen Medienunternehmen und wertet diese mithilfe von Theorien der Organisationsforschung aus. Die Ergebnisse sollen zu einem besseren Verständnis des organisationalen Umgangs mit digitaler Gewalt beitragen und Medienhäuser bei der Entwicklung wirksamer und nachhaltiger Schutzmaßnahmen unterstützen.

Der Förderpreis ist mit 2.000 Euro dotiert und wird durch die Ludwig-Delp-Stiftung ermöglicht. Das Preisgeld möchte sie für die Teilnahme an einer internationalen wissenschaftlichen Tagung nutzen.

Wir gratulieren Anna Kuschezki herzlich zu dieser Auszeichnung!