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FairUX

User Experience Design 7. Fachsemester

FairUX ist eine Pattern-Library mit dem Ziel, die Nutzung von Fair Patterns in der Designpraxis und in Unternehmen zu fördern.

Ein Bachelorprojekt von: Shekinah Gitumbu
7. Semester, 2026
Referenten: Prof. Andrea Krajewski, Prof. Tsunemitsu Tanaka


Begriffsklärung 

Zu Beginn werden wichtige Begriffe geklärt, die für das Verständnis des Projekts relevant sind.

Dark Patterns: sind manipulative Gestaltungsmuster in Benutzeroberflächen, die gezielt menschliche Kognition ausnutzen, um Nutzer zugunsten von Unternehmensinteressen zu bestimmten Handlungen zu verleiten.

Fair Patterns: sind ethische Designmuster, die Transparenz priorisieren und Nutzer zu eigenständigen, informierten Entscheidungen befähigen. Sie stellen eine bewusste Gegenmaßnahme zu Dark Patterns dar.

Problemstellung

Digitale Produkte sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken.. Von Online-Shops über Social Media bis hin zu Verwaltungsportalen – viele Dinge werden heute online erledigt.

Doch viele unserer digitalen Plattformen sind nicht neutral oder fair gestaltet. Ob versteckte Kosten, schwer auffindbare Kündigungsoptionen oder manipulative Cookie-Banner – Dark Patterns untergraben Transparenz, Autonomie und digitale Selbstbestimmung.

Obwohl Dark Patterns in Forschung und Politik zunehmend thematisiert werden, bleibt die praktische Umsetzung fairer Alternativen oft unklar. Designer stehen vor der Herausforderung, wirtschaftliche Ziele mit ethischer Verantwortung zu vereinen, verfügen jedoch selten über konkrete Werkzeuge, die sie im Gestaltungsprozess unterstützen.

Die Lösung: Die Fair-Pattern-Library

FairUX ist eine Fair-Pattern-Library mit dem Ziel, faire Gestaltungsmuster leicht zugänglich, verständlich und direkt anwendbar zu machen. Sie bündelt UX-Patterns, die gezielt Probleme adressieren, die durch Dark Patterns entstehen, und stellt zusätzlich sofort nutzbare Figma-Vorlagen zur Verfügung. Alle Inhalte werden fachlich geprüft und kuratiert, um Qualität und Konsistenz sicherzustellen.

Designer können eigene Fair Patterns einreichen und so zur Weiterentwicklung der Library beitragen. Unternehmen, die konsequent Fair Patterns anwenden und ihre Anwendungen fair und  frei von Manipulation gestalten, haben zudem die Möglichkeit, ein FairUX-Siegel zu erhalten – ein sichtbares Trust-Signal für transparente und faire Gestaltung.

Hellgrauer Laptop mit der FairUX-Homepage vor einem schwarzen & Lilianen Hintergrund
Abb 1: Die FairUX Homepage
GIF der Screens der Verschiedenen Fair Patterns  vor einem Lila Hintergrund
Abb 2: Eine Sammlung der erstellten Patterns

Die Fair Patterns 

Im Rahmen des Konzepts FairUX wurden sechs verschiedene Fair Patterns entwickelt. Die entwickelten Patterns stellen praxisnahe Gegenentwürfe zu manipulativen Designstrategien dar und zielen darauf ab, Transparenz, Freiwilligkeit und informierte Entscheidungsprozesse in digitalen Interfaces zu fördern. Jedes Fair Pattern adressiert eine spezifische Problematik, die typischerweise durch Dark Patterns entsteht, und übersetzt theoretische Erkenntnisse in konkrete gestalterische Lösungsansätze.

Das FairUX-Siegel

Das FairUX-Siegel ist ein sichtbares Qualitäts- und Vertrauenssignal für Webseiten und Apps, die nachweislich auf ethischen und fairen Design basieren. Es kennzeichnet Unternehmen, die Fair Patterns konsequent in ihre Nutzeroberflächen integrieren und bewusst auf manipulative Gestaltungsmuster verzichten. Das Siegel macht Transparenz und Fairness nach außen sichtbar und bietet Nutzern Orientierung. 

Gleichzeitig schafft das Siegel einen Anreiz für Unternehmen, ethisches Design nicht nur theoretisch zu befürworten, sondern praktisch umzusetzen. Es verbindet Verantwortung mit Markenwert und positioniert Fairness als Wettbewerbsvorteil im digitalen Raum.

Abbildung des FairUX-Siegel mit einer schwebenden Cursor vor einem Schwarzen Hintergrund
Abb 5: das FairUX-Siegel