Science Festival Frankfurt: Social Media für die Wissenschaft

- Lernagentur: Non-Profit Marketing
- SoSe 2026, 6. Fachsemester
- Melanie Westermann, Prof. Dr. Patricia Bliemeister & Simon Kunisch
Ehrlich gesagt: Als wir hörten, dass wir im Rahmen unserer Lernagentur den Instagram-Kanal für das Science Festival Frankfurt wiederbeleben sollen, dachten wir erstmal: Klingt machbar. Ein Kanal, ein bisschen Content, fertig. Spoiler: So einfach war's nicht.
Denn hinter dem Science Festival steckt die Frankfurt Alliance. Ein Zusammenschluss aus 15 außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Goethe-Universität Frankfurt. Alle mit eigenen Themen, eigenen Ansprüchen und eigener Forschung. Und ein Instagram-Account, der seit Ewigkeiten kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben hat.
Warum "einfach mal posten" nicht reicht
Schwerionenforschung, Zellbiologie, Rechtsgeschichte - das sind alles spannende Themen. Aber versucht mal, das in 15 Sekunden auf Instagram zu erklären, ohne dass die Leute direkt weiterswipen. Genau da lag unsere Aufgabe: Wissenschaft so herunterbrechen, dass sie auch bei Leuten ankommt, die sonst eher durch Memes als durch Forschungsergebnisse scrollen. Unsere Aufgabe lag also darin Wissenschaft so zu vermitteln, dass sich Familien, Schüler*innen, Studierende und Fachpublikum gleichermaßen angesprochen fühlen.
Unsere Ideen
Auf Instagram haben wir mehrere Content-Reihen entwickelt, die unterschiedlich tief in die Wissenschaft eintauchen. Eins davon liefert kurze, überraschende Wissenschaftsfakten. Ein anderes erklärt komplexe wissenschaftliche Begriffe verständlich und Schritt für Schritt. Außerdem waren wir auch zu Besuch bei zwei Instituten (DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation und PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung) und haben Reels gedreht. Ziel war es ihre Forschung greifbarer zu machen. Damit das Ganze nicht nur auf dem eigenen Kanal stattfindet, haben wir Creator aus Frankfurt und Umgebung kontaktiert, die das Festival zusätzlich auf ihren eigenen Kanälen bewerben.
Die Formate findet ihr übrigens auf dem Instagram-Account des Science Festivals @science.festival.frankfurt – schaut gerne mal vorbei.


Aber wir wollten nicht nur online sichtbar sein. Als Offline-Maßnahmen haben wir Lesezeichen entworfen und insgesamt 6.000 Stück in der Stadtbücherei Frankfurt, an der Hochschule Darmstadt und an Orten wie PRIF oder ATHENE verteilt. Eine weitere geplante Idee, sind Asphaltaufkleber rund um Frankfurt, die als kleiner Blickfang im Alltag auf das Festival aufmerksam machen sollen.
Herausforderungen
Reale Projekte mit vielen Beteiligten verlaufen selten zu hundert Prozent nach Plan und das ist auch völlig normal. Ein Event wie das Science Festival lebt von der Vielfalt der 16 beteiligten Institute, und genau diese Vielfalt bedeutet auch, dass sich Details im Laufe eines Projekts noch entwickeln und anpassen. Für uns hieß das vor allem, flexibel zu bleiben und auch bei sich verschiebenden Rahmenbedingungen den Überblick zu behalten.
Was am Ende dabei rauskam
Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, haben wir ein komplettes Paket auf die Beine gestellt. Von einem fertigen Redaktionsplan bis zu einer Paid-Ads-Strategie mit Targeting in Frankfurt und Umgebung. Und weil wir wollten, dass der Kanal nicht direkt nach dem Festival wieder einschläft, haben wir auch schon geplant, wie es danach weitergeht und eine Content-Reihe entwickelt.
Fazit
Am Ende der drei Monate stand ein Konzept, auf das wir wirklich stolz sind. Auch wenn der Weg dahin nicht immer geradeaus verlief, ist vielleicht genau das der Punkt: Man lernt nicht, wie man ein perfektes Projekt regelt, sondern wie man mit einem echten, herausfordernden Projekt umgeht.
Lust, das Science Festival live zu erleben?
- 19. September 2026
- 10–19 Uhr
- Roßmarkt, Frankfurt