Jazzfest 2026 – Zwei Tage Live-Musik
Wie entsteht eigentlich eine professionelle Liveproduktion? Beim Jazzfest 2026 am Mediencampus Dieburg übernahmen Studierende des dritten Semesters im Studiengang Sound, Music and Production (SMP) gleich die gesamte Produktion – von der Konzertorganisation über die Beschallung bis zur Liveübertragung auf YouTube.
Am 21. und 22. Januar 2026 verwandelte sich die Aula des Mediencampus Dieburg zum dritten Mal in eine Jazzbühne. An zwei Konzertabenden präsentierten sechs Bands ein abwechslungsreiches Programm zwischen Jazz, Fusion, Soul und Singer-Songwriter-Musik. Was für das Publikum nach zwei mitreißenden Konzertabenden aussah, war hinter den Kulissen eine umfangreiche Medienproduktion, die vollständig von Studierenden geplant und realisiert wurde.
Von der ersten Planung bis zur letzten Kameraeinstellung
Das Jazzfest ist ein zentraler Bestandteil der Werkstatt Linear im dritten Semester des Bachelorstudiengangs Sound, Music and Production. Unter Anleitung eines interdisziplinären Teams von Lehrenden organisieren und produzieren die Studierenden die Veranstaltung weitgehend eigenständig. Unterstützt wurden sie dabei von freiwilligen Studierenden aus weiteren Semestern.
Die Aufgaben reichen weit über die Durchführung eines klassischen Konzerts hinaus. Neben der Künstlerbetreuung, Veranstaltungsorganisation und technischen Planung verantworten die Studierenden die komplette Audioproduktion: Mikrofonierung der Instrumente, Beschallung der Aula, Live-Mixing, Mehrspuraufzeichnung und Mischung für den Livestream.
Gleichzeitig entsteht eine vollständige Live-Fernsehshow mit mehreren Kameras, Bildregie, Aufnahmeleitung, Redaktion, Moderation, Lichtgestaltung und einem eigenständigen Broadcast-Audiomix.
Eine besondere Herausforderung ist dabei das Zusammenspiel aller Gewerke. Kamera, Ton, Licht, Regie und Produktion müssen nicht nur kreativ zusammenarbeiten, sondern auch technisch perfekt aufeinander abgestimmt sein. Professionelle Mischpulte, Kamerasysteme, Intercom-Technik und komplexe IP-basierte Mediennetzwerke bilden dafür die Infrastruktur, die von den Studierenden selbst geplant, eingerichtet und betrieben wird.
Zwei Abende, sechs Bands und eine Liveübertragung
Musikalisch bot das Jazzfest 2026 ein vielseitiges Programm. Am ersten Abend standen mit dem Aisling Hayes Quartet, MIKIO und dem Finn Heine Discovery Project junge, aufstrebende Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne.
Der zweite Konzertabend gehörte Caro Trischler, Jürgen Schwab meets Tommy Halferty und dem Ali Neander Organ Quartet. Beide Abende wurden nicht nur live vor Publikum in der Aula präsentiert, sondern parallel als vollständige Fernsehproduktion auf YouTube übertragen.
Damit mussten die Studierenden zwei unterschiedliche Produktionen gleichzeitig realisieren: ein hochwertiges Konzerterlebnis für das Publikum vor Ort und eine eigenständige audiovisuelle Inszenierung für die Zuschauerinnen und Zuschauer im Livestream.
Lernen unter echten Produktionsbedingungen
Das Besondere am Jazzfest ist der hohe Grad an Eigenverantwortung. Bereits im dritten Semester übernehmen die Studierenden Aufgaben, die in professionellen Produktionen von spezialisierten Fachkräften ausgeführt werden. Sie entwickeln technische Konzepte, verteilen Verantwortlichkeiten, koordinieren Abläufe und müssen während der Liveveranstaltung unter Zeitdruck Entscheidungen treffen.
Dabei geht es nicht nur um technisches Know-how oder musikalisches Gespür. Ebenso wichtig sind Kommunikation, Teamarbeit, Organisation und die Fähigkeit, bei unvorhergesehenen Situationen gemeinsam Lösungen zu finden.
Das Jazzfest zeigt beispielhaft den praxisorientierten Ansatz des Studiengangs SMP: Nicht nur über professionelle Medienproduktion lernen, sondern sie selbst planen, gestalten und durchführen.
Am Ende stehen zwei Konzertabende und zwei komplette Live-Fernsehshows – und vor allem die Erfahrung, gemeinsam eine komplexe Produktion von der ersten Idee bis zum fertigen Ergebnis verantwortet zu haben.
Die Konzertmitschnitte sind auf YouTube verfügbar und geben einen Einblick in die musikalischen und produktionstechnischen Ergebnisse der Werkstatt Linear.
Studierende:
Johannes Baume
Noah Böhm
Adrian Cordes
Arian de Bruin
Daniel Dillmann
Daniel Dillmann
Gunnar Dreidax
Paul Erdmann
Jessica Flügel
Luca Freese
Bassel Gamil
Vinzenz Glania
Philip Glockauer
Cemre Güler
Phil Haussmann
Phil Haussmann
Aaron Heilfurth
Antonia Herzog
Antonia Herzog
Leander Hofmann
Clemens Holter
Betreuende Dozenten:
Prof. Moritz Bergfeld
Prof. Felix Krückels
Prof. Dr. Jürgen Schwab
Arne Schumann
Oleh Kharkov
Oskar Kögel
Lorenz Kutter
Oleh Mark
Leonard Miranda
Fabian Ortner
Liam Osterwold
Mika Ploenes
Kornelius Ruhe
Lukas Ruland
Johann Schnell
Leo Schrader
Ben Schwarz
Aziz Ali Seyrek
Joschka Strüve
Johann Stüber
Jacob Theurer
Martin Vogel
Marcel Windmann
Denis Wirt