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DAsein

Projekte User Experience Design 3. Fachsemester

Wie kann Inklusion im urbanen Alltag jenseits von Infrastruktur und Vorschriften aussehen?

Ein Studienprojekt von: Stella Umlauf

3. Semester, 2026

Referenten: Tanja Hakl, Romina Marsico, Tsunemitsu Tanaka, Tomas Zebis


Der Ausgangspunkt

Sich in der Stadt fortzubewegen, ist nicht für alle selbstverständlich. Mobilitätseingeschränkte Personen stoßen im Alltag immer wieder auf Hindernisse, sei es durch fehlende Bordsteinabsenkungen, starke Steigungen oder beschädigte Gehwege. Stadtplanung und Verkehrskonzepte orientieren sich dabei häufig an einer vermeintlichen Norm und lassen viele Perspektiven unberücksichtigt.

Gleichzeitig zeigte sich in der Forschung: Nicht jedes Hindernis muss vollständig vermieden werden. Oft ist es ausreichend, vorbereitet zu sein – oder Unterstützung zu haben. Genau hier setzt DAsein an.

Die Idee

DAsein ist ein sozialer Service, der Menschen im urbanen Raum miteinander verbindet. Statt Hindernisse ausschließlich technisch oder infrastrukturell zu lösen, rückt DAsein den zwischenmenschlichen Aspekt in den Fokus.

Über eine App können mobilitätseingeschränkte Personen in konkreten Situationen Unterstützung anfragen. Andere Menschen aus der Stadt können diese Anfragen sehen und freiwillig helfen – ruhig, selbstverständlich und auf Augenhöhe. Die Stadt fungiert dabei als vermittelnde Instanz und schafft einen sicheren, vertrauenswürdigen Rahmen.

Das Besondere

DAsein versteht Inklusion nicht als Ausnahme, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe. Der Service ist bewusst keine reine Navigations-App. Stattdessen geht es darum, Wege gemeinsam zu meistern, anstatt sie allein umgehen zu müssen.

Ein Anerkennungs- und Prämiensystem macht Engagement sichtbar und wertschätzt Hilfe, ohne sie zu instrumentalisieren. Unterstützung wird nicht eingefordert, sondern angeboten – freiwillig, situationsbezogen und selbstbestimmt.

Umsetzung

Neben einem Clickdummys in Adobe Xd entstand zusätzlich ein funktionaler Webprototyp in React. Dadurch konnten zentrale Abläufe, Zustände und Interaktionen nicht nur visuell, sondern auch technisch-logisch überprüft werden.

Gestalterisch orientiert sich DAsein konsequent am Webauftritt der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Farbwelt, Typografie und Formensprache greifen die visuelle Identität der Stadt auf und positionieren den Service als offizielles, vertrauenswürdiges Angebot im urbanen Raum.

Erkenntnis 

Echte Teilhabe entsteht nicht allein durch bessere Infrastruktur, sondern durch gelebtes Miteinander. Die Auseinandersetzung mit dem Thema zeigte deutlich: Soziale Unterstützung kann Unsicherheit reduzieren, Selbstbestimmtheit stärken und Gemeinschaft im urbanen Alltag erfahrbar machen.

DAsein versteht sich als ergänzender Ansatz zu bestehenden Maßnahmen und macht sichtbar, was eine Stadt ausmacht: Menschen, die füreinander da sind.

Produktvideo