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Der Probelauf

Projekte User Experience Design 3. Fachsemester

Ein Projekt, welches die Walz-Tradition der Handwerker:innen schon für Auszubildende erlebbar macht

Ein Studienprojekt von: Yacintha Theato

3. Semester, 2025/2026

Dozierende: Tanja Hakl, Romina Marsico, Prof. Tsunemitsu Tanaka, Tomas Zebis


Was ist die Walz?

Die Walz beschreibt die jahrhundertealte Tradition der Handwerksgesell:innen, bei der diese nach Abschluss ihrer Ausbildung für mehrere Jahre auf Wanderschaft gehen. Dabei tragen sie traditionelle Kluft, suchen sich Arbeit und Unterkunft auf dem Weg und nutzen keine eigenen mobilen Geräte. Sie reisen häufig als Teil einer von mehreren Organisationen, sog. „Schächten“. Bisher ist die Walz nur offen für ausgebildete Handwerker:innen. Früher war die Wanderschaft Pflicht, heute entscheiden sich nach wie vor einige freiwillig dafür. Doch ihre Bekanntheit nimmt nach und nach ab, obwohl sie schon seit dem Mittelalter besteht.

Die Idee

Durch den „Probelauf“ sollen nun schon die Auszubildenden im Handwerk einen echten Einblick in die Lebensweisen der wandernden Gesell:innen während der Walz erlangen. So finden sie wieder näher zu den Wurzeln ihres Handwerkes und erhalten die Tradition, ohne die Abläufe der eigentlichen Walz durch Einfluss digitaler Medien zu gefährden.

Die Lösung

Der „Probelauf“ bietet Auszubildenden Handwerker:innen die Möglichkeit, für eine kürzere Dauer (bspw. 2 Wochen) auf ihre eigene Reise zu gehen. Sie erhalten Informationen und notwendiges Material aus der Zusammenarbeit ihres Ausbildungsbetriebes und des Schachtes.

 

Zunächst gehen sie mit Sack und Pack alleine los in die Welt, sie entscheiden selbst, wo sie als nächstes hingehen, wie sie dort hinkommen, ob und wann gearbeitet wird, was sie mit dem verdienten Geld machen, wo sie schlafen, etc.

Wanderbuch mit braunem Lederumschlag, links Papieranteil, rechts integriertes Tablet mit abgebildeter Startseite der Anwendung

Dabei haben sie stets den Wegbegleiter im Gepäck – ein halbdigitales Wanderbuch mit integriertem Tablet. Sie können, wie in einem normalen Wanderbuch, ihre Erlebnisse festhalten, Inschriften und Stempel sammeln, aber auch die bewusst reduzierten digitalen Funktionen des Wegbegleiters nutzen. Navigationshilfe, nützliche Tipps und eine Anfragen-Funktion, um mit dem Schacht kommunizieren zu können, jedoch erst ab dem Zeitpunkt, in dem die Auszubildenden feststellen, es zu brauchen. Die Kirsche auf der Torte: Wenn sich wandernde Gesell:innen in der Nähe befinden, kann ein persönliches Treffen vereinbart werden, um Unterstützung oder einfach Gesellschaft zu erleben. Hautnah, von den Vertretern der Tradition.

Die Umsetzung

Die Auszubildenden werden dazu angehalten, ihr Mobiltelefon zwar für den Notfall dabeizuhaben, aber nicht zu verwenden, wenn möglich. Ihr Besitz ist der, den sie tragen können. Während ihrer Reise sind sie zu Fuß oder per Anhalter unterwegs, wenn gewünscht. Über den Wegbegleiter haben sie jederzeit eine offline-Karte dabei, in der Wegpunkte gesetzt werden können. Wenn die selbstständige Navigation noch nicht so gut funktioniert, kann in „online“ gewechselt und eine assistierte Navigation gestartet werden.

 

Benötigt jemand Hilfe, oder möchte Techniken von wandernden Gesell:innen erlernen, kann Kontakt zum Schacht aufgenommen werden, welcher entweder unmittelbar über den Chat hilft oder ein Treffen mit nahegelegenen Gesell:innen vereinbart. Die eigentliche Walz wird nicht digitalisiert – ihr wird ein modernes Konzept hinzugefügt. Dieses übersetzt die Tradition in die heutigen Bedürfnisse der Auszubildenden, in Probeversion, und ermöglicht das Überleben der Walz.

Der Probelauf – Erlebe die Tradition.

interaktive Map-Ansicht mit eingezeichneter Route, Button "Navigation starten"
Ansicht eines Chat Verlaufes, Anfrage gesendet, Antwort enthält Details zu vereinbartem Treffen und Mini-Map Ansicht mit Button "Navigation starten"

Disclaimer

Dies ist ein wissenschaftlich-gestalterisches studentisches Projekt, ohne kommerzielle Absicht. 
Die im Projekt verwendeten Medien sind lizenzfrei, lizensiert oder unterliegen wissenschaftlichem Zitationsrecht. Sie werden im Rahmen des Projektes und seiner Dokumentation in Wort, Bild und Ton ausschließlich zu Studienzwecken verwendet.