SafeSteps
SafeSteps - Smarte Schuhe für ein gerechtes und freundliches Miteinander zwischen starken und schwachen Verkehrsteilnehmern
Ein Studienprojekt von Theresa Hußke
4. Semester, 2024
Betreuende Dozierende: Sarah Antes, Romina Marsico und Tsunemitsu Tanaka
Mobilität im urbanen Raum
Im Rahmen dieses Projekts im vierten Semester wurde eine eingehende Analyse zeitgenössischer Mobilitätstrends durchgeführt, darunter Mobility as a Service (MaaS), 15-Minuten-Städte, CarSharing und Mobility Hubs. Bei der Analyse wurde festgestellt, dass diese Trends zwar zu einer positiven Mobilitätsentwicklung beitragen können, dennoch nicht zwingend das Miteinander und damit eingehende Gefahrensituationen im Verkehr minimieren.
Im Zuge dieses Projektes wurde sich mit folgender Frage beschäftigt:
Wie kann die Interaktion zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern im urbanen Raum aussehen, um das Miteinander im Verkehr zu verbessern und Unfälle zu reduzieren?
Starke und schwache Verkehrsteilnehmer
Im Verlauf des Projektes ist die Erkenntnis entstanden, dass nicht die Art des Verkehrsteilnehmers allein ausschlaggebend für eine entsprechende (fehlende) Interaktion ist, sondern dass das Aufeinandertreffen beider Parteien von Bedeutung ist.
Hierbei wurde festgestellt, dass es bei einem Aufeinandertreffen immer einen Stärkeren und einen Schwächeren gibt, was zu einer Ungleichheit und folglich zu Unfällen führen kann.
Somit hat sich als Ziel des Projektes heraus gestellt, die Schwächeren dazu zu befähigen besser zu „sehen“ und gleichzeitig den Stärkeren eine verbesserte Wahrnehmung der Schwächeren zu ermöglichen.
Herausforderungen im Verkehr
Im Prinzip ist von jedem Menschen das Bedürfnis im Verkehr unbeschadet von A nach B zu gelangen. Durch äußere aber auch innere Faktoren können potentielle Gefahrensituationen aber schnell zu Unfallsituationen werden. Das Werbebanner hat vom vorausfahrendem Fahrzeug abgelenkt. Verträumt wird die Straße vom Fußgänger überquert.
Völlig übermüdet wird das spielende Kind übersehen.
Würden Menschen in dieser Situation miteinander kommunizieren können, würden die Gefahrensituationen entschärft und nicht in einem potentiellen Unfall münden.
Grundidee des Projektes
Um die Wahrnehmung beider Seiten gleichberechtigt zu ermöglichen, wurde sich mit den Sinnen befasst, wie der Mensch den Verkehr über die verschiedenen Kanäle Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten wahrnimmt.
Es stellte sich heraus, dass sowohl der Seh- als auch Hörsinn schon äußerst strapaziert und der Geruchs- und Geschmackssinn schwer gezielt beeinflussbar sind, sodass überlegt wurde, wie der haptische Sinn in einem Mediensystem zu einer Interaktion betragen könnte.
Konzept
Da Menschen seit jeher mit Schuhen ihre Füße vor Umwelteinflüssen wie Temperaturen, Nässe und Verletzungen schützen, wurde ein Konzept entwickelt, dass dieses alltägliche Ding zu einem „smart object“ erweitert, um die Interaktion der Menschen im Verkehr mittels haptischer Reize zu fördern.
Das System SafeSteps ermöglicht durch eine Verbindung der Schuhe untereinander eine Prognose von Gefahrenpotentialen. Durch Vibrationen im Schuh wird der Träger auf herannahende Gefahren hingewiesen und kann entsprechend rechtzeitig reagieren. Eine kurze Vibration bei Bannen der Gefahr soll daran erinnern, auch mal eine nette Geste seines Gegenübers zu zeigen.
Im Hintergrund läuft eine Berechnung der Gefahrensituation mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz für genauste Prognosen ab. Die Berechnung erfolgt über ein Cloudsystem mit Hilfe der gesammelten GPS-Daten, Bewegungsdaten, wie Geschwindigkeit und Richtung, und die Art des Verkehrsteilnehmers.
Konzept-Visualisierung
Wie das Ganze einmal aussehen könnte, könnt ihr im folgenden Produktinfomationsvideo sehen. Viel Spaß beim Anschauen meiner animierten Geschichte!
Konzept-Dokumentation
Für tiefere Einblicke in den Vorgang vom Thema bis zum Konzept liegt die ausführliche Dokumentation des Semesterprojektes als PDF vor.